Schuld und Kuchengabel

Björn Beermann

Autor

Schuld und Kuchengabel

In einem idyllischen Ostseeort stürzt der wohl meist gehasste Mann der Gemeinde vom Kirchturm und dabei fast auf seine herzensgute Lebensgefährtin.

Tobias Kiergen, der Polizeioberkommissar vor Ort, wird vom hiesigen Pastor zum Tatort gerufen. Nun könnte man denken, dass Kiergen seinem Job nachgeht und anfängt zu recherchieren. Doch wer das denkt, kennt Kiergen und seinen Bernhardiner Barnie schlecht. Der Lieblingsort des Ermittlers ist nämlich der Sessel vor dem Fernseher.

Nach dessen Strafversetzung aus Lübeck in das Ostseedorf versucht er eher der Arbeit aus dem Weg zu gehen, was ihm bisher auch gut gelang. Es scheint manchmal so, dass Kiergen lediglich ins Büro geht, um seinen Mitarbeiter zu triezen. Dieser Mitarbeiter achtet äußerst auf die Hygiene und hegt eine große Abneigung gegenüber Kiergens Bernhardiner. Im Gegensatz dazu wurde Kiergen über die Jahre immer unordentlicher und unhygienischer. Man darf also mit Fug und Recht von einer etwas ungesunden Arbeitsatmosphäre sprechen.

Mit dem Nichtstun ist es jetzt jedoch vorbei. Nun geht es um Mord, zumindest wenn man nach den Bürgern der Ostseeidylle gehen würde. Kiergen verfolgt eher den Ansatz, dass es ein tragischer Unfall war.

Besonders eine der Bürgerinnen traut unserem Polizeioberkommissar die Aufklärung dieses Falles nicht zu. Es ist die zweiterfolgreichste Ferienhausvermittlerin vor Ort, die auch dem hiesigen Buchclub vorsteht. Diesen mobilisiert sie mit ihr zusammen auf eigene Faust zu ermitteln, wobei jeder der eifrigen Leser schon vor Beginn der Ermittlung ganz konkrete Vorstellungen davon hat wer der Mörder wohl war.